kfd-Fotoalbum | Wir sind dann mal weg - Pilgernd unterwegs in Bielefeld 2011
Belebt vom frischen Morgenwind machten wir uns leichten Schrittes auf den Weg. Präses Schmitz stimmte uns auf unser gemeinsames Pilgern ein. Wir nahmen dieselbe Strecke unter die Füße, die wir auch im vergangenen Jahr bei größter Hitze gegangen waren. Wo der Wald lichter war, verlangsamten wir unsere Schritte, um die wunderschönen Blicke in die weite Landschaft bewusst zu genießen. Es gab Zeit sich untereinander bekannt zu machen und einander in vielen Gesprächen kennenzulernen.
Der Weg führte über den Höhenweg, stieg herab zur "Schwedenschanze" und weiter durch einen alten Hohlweg nach Kirchdornberg zur Peterskirche, in der wir von Pfarrer Biermann erwartet wurden. Er erläuterte uns die Geschichte der Kirche, die im 8. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Nach einem gemeinsamen Gebet und Lied ging es durch die Dornberger Felder, über den alten Kirchweg, zum ehemaligen "Mönkehof" in Hoberge (heute Hof Kröger).
Dort wartete eine Erholungspause auf uns. So wie es seit dem Mittelalter Brauch auf dem "camino frances" in Spanien in Irache Sitte ist den Pilgern zur Stärkung einen Schluck Wein anzubieten, empfing uns auch hier diese Labsal. Frisch beschwingt konnten wir den Aufstieg zum Höhenweg angehen, dieses Mal schweigend, so dass sich jede mit ihren Gedanken befassen konnte.
Wohlbehalten oben angekommen stiegen wir nun zur Klosterruine auf dem Jostberg hinab, deren Geschichte uns von Herrn Zutz vom Historischen Verein für die Grafschaft Ravensburg erläutert wurde. Nach einer kurzen Meditation an diesem bedeutungsvollen Ort und einem Lied stiegen wir in froher Stimmung bis zum Senderturm hinauf, um uns dort auf unsere Empfangsbereitschaft für Gottes Wort zu besinnen.
Kurz vor 17 Uhr erreichten wir unseren Ausgangspunkt und konnten dankbar und glücklich über diesen bereichernden Tag Gott unseren Dank sagen, den Segen für die kommende Zeit empfangen und lebhaft Abschied von einander nehmen, alle in der Hoffnung sich möglichst im nächsten Jahr wieder gemeinsam auf den Weg zu machen.
